Wer sich in seinem Job engagiert, ist produktiver. Wer produktiv ist, ist engagierter im Job. Das Problem: Nur 14 Prozent der Arbeitnehmenden in Deutschland sind laut Gallups „Engagement Index“ hoch motiviert bzw. engagiert. Was ist mit all den anderen? Fast ein Fünftel der Beschäftigten spürt „keine Bindung“ mehr zu ihrem Arbeitgeber – so hoch war …
Wer sich in seinem Job engagiert, ist produktiver. Wer produktiv ist, ist engagierter im Job.
Das Problem: Nur 14 Prozent der Arbeitnehmenden in Deutschland sind laut Gallups „Engagement Index“ hoch motiviert bzw. engagiert.
Was ist mit all den anderen? Fast ein Fünftel der Beschäftigten spürt „keine Bindung“ mehr zu ihrem Arbeitgeber – so hoch war dieser Wert noch nie (seit 2001 erstellt Gallup diesen Index).
Gleichzeitig ist die Wechselbereitschaft der Arbeitnehmenden weiter gestiegen. Nur noch etwas mehr als die Hälfte (53 Prozent) beabsichtigt, in einem Jahr noch beim selben Unternehmen zu arbeiten.
Und jene, die neu im Job sind, schauen sich schnell wieder um: 40 Prozent der Befragten mit weniger als zwölf Monaten Betriebszugehörigkeit öffnen sich dann schon wieder für Neues; 15 Prozent suchen aktiv nach einem anderen Job, weitere 25 Prozent schauen bzw. hören sich um.
Aus drei Gründen sind diese Tendenzen gerade jetzt besorgniserregend:
Manche teilen sie in A, B, C oder in Low versus High Performer ein. Wir favorisieren folgende Einteilung:
Engagierte Mitarbeitende sind so wichtig, weil sie – darin kommen sämtliche Studien überein – maßgeblich mehr leisten.
Laut einer Untersuchung, die in der Harvard Business Review zitiert wird, liegt die Performance eines engagierten und inspirierten Mitarbeitenden bei 225%.
Auch Microsoft hat herausgefunden, dass ein hohes Mitarbeiterengagement mit einer besseren finanziellen Leistung korreliert.
Und das Statistische Bundesamt hat ausgerechnet, was passiert, wenn das Gegenteil der Fall ist, wenn Mitarbeitende demotiviert sind. Studienautoren beziffern die Kosten für Produktivitätseinbußen auf eine Höhe von 132,6 bis 167,2 Milliarden Euro.
Gallup hat herausgefunden, was auch in anderen Untersuchungen immer wieder herauskommt: Es sind vor allem die Vorgesetzten, die das Engagement von Mitarbeitenden positiv oder negativ beeinflussen. Nur 22 Prozent sind laut Studie uneingeschränkt zufrieden mit ihrer direkten Führungskraft.
Was in unruhigen Zeiten wie diesen, die geprägt sind von Krieg in Europa und volkswirtschaftlichen Umwälzungen (klimapolitisch z. B.), ebenfalls zu einem Abfall der Motivation und im worst case zur Kündigung führen kann: ein Gefühl der Unsicherheit.
Mitarbeitende, die ihrem Arbeitgeber nicht zutrauen, zukünftige Herausforderungen zu stemmen, wenden sich gerne ab. Das mag auch erklären, warum während der Pandemie das Engagement der Mitarbeitenden höher war – weil sich Unternehmen damals arg ins Zeug gelegt haben, um das Ver- und Zutrauen ihrer Belegschaft in das unternehmerische Handeln herzustellen bzw. aufrechtzuerhalten.
Die ‘quiet quitters’ sind oft die größte Chance für Wachstum und Veränderung. Sie warten darauf, dass eine Führungskraft oder ein Manager ein Gespräch mit ihnen führt, sie ermutigt, sie inspiriert.
Ein paar Anpassungen in der Führung und Kommunikation können sie in produktive Teammitglieder verwandeln. Es sind vor allem drei Bereiche, die Arbeitgeber angehen können, um das Mitarbeiterengagement zu verbessern.
Wirft man einen Blick auf Gallup’s State of the Global Workplace Report zeigt sich, dass Mitarbeitende in anderen Regionen der Welt deutlich engagierter sind als hierzulande.
Produktivität x Engagement = Performance. Auf diese Formel könnte man es bringen, die unterstreicht, wie unglaublich wichtig es für Arbeitgeber ist, dass ihre Mitarbeitenden engagiert sind. Leider, darauf weisen aktuelle Studien hin, ist der Trend ein anderer. Schlechte Führung, mangelnde Kommunikation, Unsicherheit darüber, wo das Unternehmen hinwill und welchen Beitrag der Einzelne eigentlich leisten soll – all das sind Faktoren, die das Mitarbeiterengagement und damit die Leistungsbereitschaft drücken. Das Gute daran: Arbeitgeber können jeden einzelnen dieser Punkte verbessern und damit direkt auf das Engagement ihrer Angestellten wirken. Es sind mal wieder die Basics, auf die es ankommt – nicht die fancy Benefits oder der schillernde Purpose. Wer klar und zielgerichtet kommuniziert, wer Mitarbeitende “mitnimmt” und klar macht, was warum verlangt wird, wird inspirieren und motivieren. Das Engagement kommt dann automatisch.
Sie möchten das Mitarbeiterengagement in Ihrem Unternehmen verbessern? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wir gehen es gemeinsam an!