Wieder mal ein Ranking: Universum verrät (in 15. Auflage) die weltweit beliebtesten Arbeitgeber 2023. Hier die zentralen Ergebnisse sowie eine Einordnung. Design der Untersuchung Befragt wurden 170.000 Studierende in den neun führenden Volkswirtschaften, in den Bereichen Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwesen, Informatik und Naturwissenschaften. Die Marktbedingungen Immer noch haben wir es mit einem Arbeitnehmermarkt zu tun, …
Wieder mal ein Ranking: Universum verrät (in 15. Auflage) die weltweit beliebtesten Arbeitgeber 2023. Hier die zentralen Ergebnisse sowie eine Einordnung.
Befragt wurden 170.000 Studierende in den neun führenden Volkswirtschaften, in den Bereichen Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwesen, Informatik und Naturwissenschaften. Die Marktbedingungen Immer noch haben wir es mit einem Arbeitnehmermarkt zu tun, d. h. Unternehmen müssen sich um Talente bewerben, nicht umgekehrt. Rund 70% der Unternehmen sagen, dass sie Schwierigkeiten haben, Talente zu finden. In den untersuchten Fachrichtungen einmal mehr, denn ITler und Ingenieure gehören zu den gefragtesten Arbeitskräften.
Die Anforderungen der Talente sind hoch, das gilt für alle Branchen. Dabei lassen sich fünf zentrale Trends herauslesen:
Die Top 5 Arbeitgeber in Deutschland, nach Fachrichtung
| Wirtschaftswissenschaften | Ingenieurwesen | IT/Informatik | Naturwissenschaften |
|
|---|---|---|---|---|
| 1 | Porsche | Porsche | Roche | |
| 2 | Siemens | Microsoft | BioNTech | |
| 3 | BMW Group | Bosch | Apple | Bayer |
| 4 | Mercedes-Benz Group | BMW Group | Bosch | Max-Planck-Gesellschaft |
| 5 | Bosch | Audi | Porsche | Fraunhofer-Gesellschaft |
35.000 Antworten von 12.000 Young Professionals in Deutschland verraten, was auch auf globaler Ebene passiert: Talente wollen ein attraktives Basisgehalt, gleichzeitig sind kulturelle Aspekte wie ein freundliches Miteinander, Work-Life-Balance, flexible Arbeitsbedingungen und Benefits wichtiger geworden. Von allem das Beste, könnte man sagen. Bemerkenswert ist, welche Branchen an Attraktivität eingebüßt bzw. hinzugewonnen haben. So hat das Interesse an der Automobilindustrie nachgelassen (Tesla hat durch seine Negativ-Presse im Bezug auf X, vormals Twitter, Schaden genommen), wohingegen Firmen in der Rüstungsindustrie (Rheinmetall, Thyssenkrupp) als Arbeitgeber durchaus in Frage kommen. Der E-Commerce, der während Corona populär war, zieht inzwischen nicht mehr viele Arbeitskräfte an.
Talente wollen viel und können sich ihre hohe Anspruchshaltung auch leisten. Insbesondere jene Fachkräfte, die im Markt gefragt (ITler, Ingenieure) sind. Auch wenn es Gemeinsamkeiten gibt, z. B. eine alle Disziplinen und gender einschließende Forderung nach einem ordentlichen (Einstiegs-)Gehalt, so gibt es Differenzen. Die einen wollen Status, die anderen persönliche Entwicklung; die einen wollen experimentieren dürfen, andere an die Hand genommen werden. Manchen wollen maximalen Freiraum, andere klare Strukturen. Und so weiter und so fort. Weiß ein Arbeitgeber um diese feinen Unterschiede und vermag es diese in seiner Kommunikation zu adressieren, kann er sich im Kampf um Talente behaupten.
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